Geh hör gang

Tine

„Um welches Geheimnis handelt es sich, wenn man im eigentlichen Sinne zuhört, horcht, lauscht, sprich, wenn man sich bemüht, eher die Klanglichkeit zu fassen oder zu erhaschen als die Botschaft? Welches Geheimnis gibt sich preis- und macht sich also publik-, wenn wir einer Stimme, einem Instrument, einem Geräusch um ihrer selbst willen lauschen?“ (Jean-Luc Nancy) 

„Für Woolf war das Sich-verlieren nicht so sehr eine Frage der Geografie als der Identität, ein leidenschaftlicher Wunsch, ja sogar eine dringende Notwendigkeit, niemand und jeder zu werden, die Ketten abzuwerfen, die einen daran erinnern, wer man ist, wer man anderen zufolge ist.“ (Rebecca Solnit) 

„Tatsächlich hat der Begriff des 'Verlierens' zwei verschiedene Bedeutungen. Dinge zu verlieren hat damit zu tun, dass Bekanntes wegfällt; sich zu verlieren hat damit zu tun, dass Unbekanntes auftaucht.“ (Rebecca Solnit)



Wie kann aktives Hinhören unsere Wahrnehmung von Raum und Zeit verändern? Wohin wandern unsere Gedanken, und in welchem Rhythmus? An welchem Punkt verlieren wir uns?

Geh Hör Gang ist eine Handlungsanweisung zum Sich-verlieren. Ein Soundwalk, geleitet durch das eigene Hören. 


Dieser Score kann im Konsumverein abgeholt werden